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Anwalt Arbeitsrecht Nürnberg

Probleme im Arbeitsverhältnis?

Anwalt für Arbeitsrecht in Nürnberg - Unsere Juristen helfen

Unsere Anwälte für Arbeitsrecht in Nürnberg stehen Ihnen bei

Schnelle Hilfe bei Abmahnung, Kündigung, Geltendmachung von Lohnforderungen

Selten sind Personen außerhalb der eigenen vier Wände enger miteinander verbunden als in einem Arbeitsverhältnis. Der Alltag wird von der Berufstätigkeit bestimmt. Natürlich kann es in einem Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber entsprechend zu vielfältigsten Streitigkeiten kommen.

Welche Rechte hat ein Arbeitnehmer?

Geprägt ist dieses Verhältnis nicht zuletzt von der einseitigen wirtschaftlichen Überlegenheit des Arbeitgebers. Häufig entstehen Unsicherheiten im Bezug auf das, was ein Arbeitgeber darf und welche Rechte ein Arbeitnehmer hat, um sich gegen etwaiges Fehlverhalten seines Arbeitgebers zu wehren. 

Wir kämpfen für Ihr Recht

Unsere Ansprechpartner im Arbeitsrecht, Rechtsanwalt Oliver Baumann und Rechtsanwältin Ranja Hemam, sind kompetente Anwälte, die Sie durch sämtliche Instanzen des Arbeitsrechts begleiten. Wir wissen genau, worauf es in den unterschiedlichen Disziplinen des Arbeitsrechts ankommt. Unser Ziel ist dabei, dass wir zu einer Lösung finden, mit der Sie zufrieden sind. Deshalb setzen wir uns mit all unserem Wissen für unsere Mandanten ein.

Sie suchen einen guten Anwalt für Arbeitsrecht in Nürnberg?

Haben Sie unberechtigterweise ein schlechtes Arbeitszeugnis erhalten, das Ihre berufliche Weiterentwicklung erschwert? Zahlt Ihr Arbeitgeber keinen Lohn? Haben Sie eine Kündigung erhalten, gegen die Sie sich wehren möchten? Profitieren Sie von unserem breiten Know-How im Arbeitsrecht. Von Abmahnungen über etwaiges Fehlverhalten, Problemen bei der Lohnabrechnung, Aufhebungsvertrag, Prüfung des Arbeitsvertrags bis hin zur Kündigung oder Änderungskündigung – wir stehen Ihnen als Anwälte für Arbeitsrecht in Nürnberg sowohl im laufenden Arbeitsverhältnis wie auch bei Streitigkeiten über die Beendigung unterstützend zur Seite. Unsere Rechtsanwaltskanzlei hat jahrelange Erfahrung im Arbeitsrecht und kann sich daher ziel- und ergebnisorientiert für Sie einsetzen. Unsere Bewertungen sprechen für sich.

Anwalt für Arbeitsrecht Nürnberg

Themen im Arbeitsrecht

Bei allen Problemfeldern des Arbeitsrechts informieren und vertreten Sie die Juristen unserer Kanzlei in Nürnberg umfassend.

Arbeitsrecht Kanzlei in Nürnberg

Leistungen im Arbeitsrecht

Wir wenden uns als Anwälte für Arbeitsrecht in Nürnberg mit unseren Services an Arbeitnehmer und beraten und vertreten diese in allen arbeitsrechtlichen Belangen.

Wir beraten Sie bei allen Fragestellungen rund um das Arbeitsverhältnis. Sprechen Sie mit einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in Nürnberg.

Als Anwälte für Arbeitsrecht mit über 20 Jahren Erfahrung bringen wir die nötige Expertise mit, um Sie als Arbeitnehmer umfassend zu allen arbeitsrechtlichen Themen zu beraten. Kontaktieren Sie uns für eine Erstberatung.

Vor und während eines bestehenden Arbeitsverhältnisses:

  • Überprüfung von Arbeitsverträgen durch einen Anwalt für Arbeitsrecht
  • Wirksamkeitsprüfung einzelner Vereinbarungen
  • Juristische Beratung bei Problemen wie Mobbing und Abmahnungen
  • Hilfe bei der Einschätzung von Zwischenarbeitszeugnissen
  • Geltendmachung von Zusatzvergütungen oder z.B. Urlaubsansprüchen

Bei der Kündigung bzw. Auflösung von Arbeitsverhältnissen:

  • Kündigungsschutzklagen: betriebsbedingte, verhaltensbedingte, personenbedingte, krankheitsbedingte, ordentliche, außerordentliche oder auch fristlose Kündigung
  • Prüfung von Kündigungsfristen, Kündigungsgründen, Formen der Änderungskündigung, der Voraussetzungen bei Verdachtskündigung
  • Prüfung des Arbeitsvertrages, etwaiger Änderungsverträge oder eines Aufhebungsvertrages
  • Unterstützung bei Güteterminen
  • Unterstützung bei der Aushandlung von Abfindungen (außergerichtlich und vor Gericht) 

FAQ Corona: Arbeitsrecht für Arbeitnehmer

HINWEIS: Diese FAQ stellen keinen Ersatz für eine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Sollten Sie Fragen zu Ihrem persönlichen Rechtsproblem haben, stehen wir jederzeit auch während der Corona-Krise für Sie im Rahmen einer telefonischen Beratung zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns!

Nein, Kurzarbeit kann auch während der Corona-Pandemie nicht einseitig angeordnet werden. Entweder es bestehen im Arbeitsvertrag bereits Regelungen hierzu, so dass unter Einhaltung von bestimmten Fristen die Anordnung möglich ist, oder der Arbeitgeber muss Einverständniserklärungen der Arbeitnehmer einholen. Andernfalls kann er bei der Bundesagentur für Arbeit keine Kurzarbeit beantragen.

Kurzarbeitergeld orientiert bzw. berechnet sich danach, wie hoch der Verlust an Arbeitslohn für Sie nach Zahlung der Steuern ist. Grundsätzlich erhalten Arbeitnehmer 60 % des ausfallenden Nettolohns, wenn mindestens ein Kind im Haushalt lebt sind es sogar 67 %.

Die Bundesagentur hat eine Übersicht mit Tabellen für den Fall von Kurzarbeit zu 100 % auf deren Homepage online gestellt. Diese greifen, wenn Ihre Arbeitszeit sozusagen auf Null reduziert wird, wie etwa bei einer Betriebsschließung. Die Sätze verändern sich natürlich, wenn Kurzarbeit nur zu einem Teil angeordnet wird, Sie also daneben noch in Teilzeit weiter beschäftigt werden.

 

Arbeitnehmer müssen nichts tun, um Kurzarbeitergeld zu erhalten. Der Arbeitgeber beantragt das Kurzarbeitergeld.

Dementsprechend wird Ihnen das Geld auch nicht von der Arbeitsagentur ausbezahlt, sondern direkt von Ihrem Arbeitgeber. Dieser erhält es dann von der Bundesagentur für Arbeit erstattet, er tritt also in Vorleistung. 

Bei der Beantwortung dieser Frage muss danach unterschieden werden, wie sich die Sachlage darstellt:

Wenn Sie unter den akteullen Umständen Angst haben, dass Sie sich etwa schon beim Verlassen der Wohnung mit dem Coronavirus infizieren könnten, reicht das nicht aus, um der Arbeit fernbleiben zu können. Eine potenzielle Ansteckungsgefahr fällt dann unter das sogenannte „allgemeine Lebensrisiko“, welches jeder Arbeitnehmer selbst zu tragen hat.

Wenn Sie hingegen den Verdacht haben, sich bereits mit dem Virus infiziert zu haben - etwa weil Sie mit einer Person Kontakt hatten, bei der eine Infektion festgestellt wurde - verhält sich die Sache anders: Um zur medizinischen Klärung einer Infektion der Arbeit fernbeleiben zu dürfen, also für einen Arztbesuch, müssen Sie Ihren Arbeitgeber umgehend informieren. Sie haben dann trotzdem einen Anspruch, Ihren Lohn weiter zu bekommen, da es sich um einen „vorübergehenden persönlichen Verhinderungsgrund“ im Sinne des § 616 S.1 BGB handelt. Diese Norm kann jedoch im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag ausgeschlossen werden! Eine Prüfung im Einzelfall kann also sinnvoll sein.

Hier sind immer auch die Hinweise der örtlich zuständigen Behörden zu beachten. In der Regel gilt, dass Sie sich zunächst telefonisch beraten lassen sollten, anstatt direkt eine Arztpraxis aufzusuchen. Sollte eine Untersuchung danach erforderlich werden, bestätigt Ihr Arzt dann schriftlich zur Vorlage beim Arbeitgeber, dass eine medizinische Notwendigkeit bestand. 

Wenn bei Ihnen der Corona-Virus diagnostiziert wurde, sind Sie arbeitsunfähig und haben aufgrund der Arbeitsunfähigkeit wie auch bei anderen Krankheiten das Recht, der Arbeit fernzubleiben. Halten Sie hier unbedingt die Vorschriften ein, die in Ihrem Betrieb für die Krankmeldung (zeitnahe z.B. telefonische Krankmeldung, Beibringung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) gelten. Sie erhalten dann Entgeltfortzahlung für längstens 6 Wochen, in der Folge gegebenenfalls Krankengeld.

Grundsätzlich müssen Sie als Arbeitnehmer Ihrem Arbeitgeber die Diagnose bei einer Arbeitsunfähigkeit nicht mitteilen. Sie müssen lediglich die „normalen“ Wege einhalten, also die eigene Arbeitsunfähigkeit anzeigen und ihre voraussichtliche Dauer mittels Attest nachweisen.

Es steht Ihnen aber natürlich frei, Ihren Arbeitgeber und die Kollegen zu informieren, um sie zu warnen. Seit Februar 2020 müssen zudem Ärzte die bestätigten und verdächtigen Fälle an die zuständige Gesundheitsbehörde melden. Diese wird dann in der Regel zur Bekämpfung der Ausbreitung auch im Betrieb des Arbeitgebers umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung einleiten, sodass eine Corona-Infektion oder Erkrankung an Covid19 gegebenenfalls auf diesem Weg bekannt wird.

Eindeutig ist die Frage nicht zu beantworten. Es kommt auf den Einzelfall an.

Grundsätzlich muss der Arbeitgeber, um eine mögliche Ansteckung zu verhindern, Schutzvorkehrungen treffen, so dass die Arbeitnehmer weder durch andere Beschäftigte noch durch Dritte infiziert werden können. Wie diese Schutzmaßnahmen gestaltet sein müssen, ist gesetzlich nicht geregelt und hängt auch von den Umständen des jeweiligen Betriebes ab. 

Es wird wohl jedenfalls zumutbar sein, betriebliche Regelungen zum hygienischen Schutz aufzustellen. Schutzausrüstungen oder Desinfektionsmittel werden lediglich bereitzuhalten und den Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen sein, wenn dies nach Art des Betriebes oder wegen einer hohen Anzahl von Beschäftigten angezeigt ist. 

Allerdings wird auch die zuständige Behörde in der Regel Maßnahmen treffen um Arbeitnehmer zu schützen und Betriebe gegebenenfalls sogar schließen, wenn dies angemessen erscheint.

Ein Recht, im Home-Office arbeiten zu dürfen, gibt es per se nicht. Der Arbeitgeber darf über den Arbeitsort des Arbeitnehmers entscheiden, wenn im Arbeitsvertrag dazu nicht anderes geregelt ist. Wenn es keine Regelung gibt und der Arbeitgeber Home-Office nicht erlaubt, so ist weiterhin der „normale Arbeitsplatz“ aufzusuchen, regelmäßig also der Betrieb des Arbeitgebers. 

Wenn Sie ohne Absprache nicht zur Arbeit erscheinen, können Sie abgemahnt und schlimmstenfalls sogar gekündigt werden. 

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber nicht über die Privatsphäre des Arbeitnehmers verfügen, also auch nicht über den privaten Wohnraum. Somit kann auch während der Corona-Pandemie nicht einseitig das Arbeiten im Home-Office angeordnet werden. 

Es macht angesichts der aktuellen Situation allerdings Sinn, sich mit dem Arbeitgeber in Verbindung zu setzen und eine einvernehmliche Regelung zu treffen, um Ansteckungen zu vermeiden. Wenn Home-Office möglich ist (allerdings ist nicht jede Arbeit hierfür geeignet und nicht jeder Arbeitgeber hat die technischen Möglichkeiten), sollte man sich hierzu verständigen.

Arbeitgeber dürfen keinen Urlaub anordnen, denn dieser dient vor allen Dingen der Erholung der Arbeitnehmer. Er steht daher nicht zur Disposition des Arbeitgebers. Ausnahmen gibt es für Betriebsferien, also Schließzeiten, in denen der Betrieb wirklich vollständig ruht. Dies bedarf jedoch einer Vorankündigungszeit, zudem muss der Arbeitgeber hier „billiges Ermessen“ ausüben. 

Dabei müssen die Belange der Arbeitnehmer berücksichtigt werden, zudem muss auch noch genug Resturlaub verbleiben, den die Arbeitnehmer zur freien Verfügung haben. Der Arbeitgeber kann also auch mit der Begründung "Corona" nicht ohne Weiteres mehrere Wochen „Zwangsurlaub“ anordnen. 

Im Hinblick auf die Überstunden ist zu empfehlen, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Wenn die Arbeit zurzeit knapp ist, so sind alle - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - gut beraten zum Schutz des Arbeitsplatzes den Abbau von Überstunden zu erwägen. Dies überbrückt die Zeit, bis die Krise überstanden ist.

Bereits genehmigter Urlaub kann vom Arbeitnehmer nicht mehr einseitig „zurückgenommen“ werden, z.B. weil Reisen während der Krise nicht stattfinden können. Sie müssen den Urlaub dann leider trotz der Corona-Infektionswelle entsprechend zu Hause verbringen. 

Sinnig ist jedoch, einvernehmliche Lösungen mit dem Arbeitgeber zu finden - natürlich soweit genug Arbeit vorhanden ist. 

Im Grundsatz ist der Arbeitnehmer verpflichtet, der Arbeit nachzukommen, unabhängig davon, ob die Betreuung seiner Kinder sichergestellt ist. Wenn jedoch keinerlei Betreuung, insbesondere bei kleinen Kindern, gewährleistet werden kann, hat der Arbeitnehmer ein Leistungsverweigerungsrecht. Da die Fürsorgepflicht für Ihr Kind Vorrang vor der Erbringung der Arbeitsleistung hat, können Sie in diesem Fall zu Hause bleiben und Ihren Arbeitgeber entsprechend informieren. Arbeitnehmer haben dann nach §616 BGB dann einen Lohnfortzahlungsanspruch

Wichtig ist jedoch zu beachten, dass dies nur „für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit“ im Sinne des §616 BGB möglich ist. Nach Auffassung der überwiegenden juristischen Literatur kann davon ein Zeitraum von ca. 5 Tagen umfasst sein. Zudem ist diese Norm in vielen Arbeitsverträgen oder durch Tarifverträge ausgeschlossen. Eine Dauerlösung stellt dies also keinesfalls dar. 

Es ist daher ratsam, nicht einfach zu Hause zu bleiben, sondern gemeinsam mit dem Arbeitgeber eine einvernehmliche Lösung und Vereinbarung zu finden. So können z.B. Überstunden abgebaut oder jedenfalls in Teilzeit im HomeOffice gearbeitet werden, um den Arbeitsausfall aufgrund der Corona-Krise zu überbrücken. 

Sollten die Schließungen weiter andauern, also über die derzeit beschlossenen etwa 6 Wochen hinaus, wird die Politik eine Lösung präsentieren müssen. Diese zu erwartende neue Lösung wird dann im Einzelfall anzuwenden und gegebenenfalls anwaltlich auszuwerten sein.

Eine außerordentliche Kündigung gegenüber Arbeitnehmern z.B. wegen eines Auftragsrückganges aufgrund der Corona-Pandemie, ist nicht gerechtfertigt, da jeder Arbeitgeber das sogenannte Betriebsrisiko trägt. 

Ob eine betriebsbedingte Kündigung gerechtfertigt sein kann, ist stets durch eine Einzelfallprüfung festzustellen. Betriebsbedingte Kündigungen sind in diesem Zusammenhang nur möglich, wenn „dringende betriebliche Erfordernisse“ sie notwendig machen, also wenn es dem Arbeitgeber nicht möglich ist, seine betriebliche Lage durch andere Maßnahmen als eine Kündigung zu „retten“. Die Kündigung muss danach unvermeidbar sein. Zudem muss bei jeder betriebsbedingten Kündigung eine Sozialauswahl getroffen werden, es sind also bestimmte Arbeitnehmer, die die Kündigung möglicherweise weniger hart trifft, vor anderen zu entlassen. 

Eine Kündigung kann in der Regel im Wege einer Kündigungsschutzklage angegriffen werden. Bitte beachten Sie die strenge 3-Wochen-Frist.  Zum Thema Kündigung unterstützen wir Sie als Anwalt für Arbeitsrecht in Nürnberg kompetent und beraten zum weiteren Vorgehen. Sollten Sie eine Kündigung erhalten haben, nehmen Sie noch heute Kontakt zu uns auf. 

Häufige Fragen zum Thema Arbeitsrecht

Wenn Sie einen Anwalt für Arbeitsrecht beauftragen wollen, weil Sie ein arbeitsrechtliches Problem haben, dann bieten wir unseren Mandanten zunächst ein persönliches Erstberatungsgespräch an. Für Privatpersonen berechnet unsere Kanzlei eine Pauschale von maximal 190,00 EUR zzgl. MwSt. Sollten Sie sich dazu entscheiden, gerichtlich gegen die andere Partei vorzugehen, wird die Erstberatungsgebühr mit den Anwaltskosten verrechnet.

Im Falle eines Verfahrens hängt die Frage, welche Partei die Kosten der Rechtsanwältin oder des Rechtsanwalts trägt, von der Instanz des Verfahrens ab. Grundsätzlich gilt in der ersten Instanz, also vor dem Arbeitsgericht, dass jede Partei ihren Anwalt selbst bezahlt. So sollen Arbeitnehmer geschützt werden, die aus Furcht vor einer eventuellen Niederlage vor Gericht den gegnerischen Anwalt des Arbeitgebers bezahlen zu müssen, gar keine Klage erheben. Gewinn oder Niederlage des Verfahrens spielt daher für die Kosten bei Verfahren vor den Arbeitsgerichten in der ersten Instanz keine Rolle.

Anders sieht es in Verfahren der zweiten Instanz aus, den Berufungsverfahren vor dem Landesarbeitsgericht. Hier trägt die Partei die Anwaltskosten von beiden Parteien und etwaige Gerichtskosten, die das Verfahren verloren hat.

Sollten Sie über eine Rechtsschutzversicherung für den Bereich des Arbeitsrechts verfügen, übernimmt diese sätmliche anfallenden Gebühren und Kosten.

Gerichtskosten beim Arbeitsgericht trägt die Partei, die den Prozess verloren hat. Die Höhe der Kosten richtet sich nach dem Gegenstandswert bzw. Gegenstandwert des Verfahrens. Sollte der Prozess in einem Vergleich enden, in dem sich beide Parteien gütlich einigen, so werden keine Gerichtskosten erhoben. Prozesse vor Arbeitsgerichten enden besonders häufig in einem Vergleich. Gerichtskosten fallen daher eher selten an.

Eine Inanspruchnahme von Prozesskostenhilfe ist im Arbeitsrecht möglich. Dies kann der Fall sein, wenn man über wenig finanzielle Mittel verfügt oder hohe finanzielle Verpflichtungen wie Unterhaltszahlungen oder Kredite hat. Der Antrag auf Prozesskostenhilfe wird vom Anwalt für Arbeitsrecht gemeinsam mit der Klage bei Gericht eingereicht. 

Unsere Mandanten werden grundsätzlich ausdrücklich über unser Honorar bei rechtlichen Auseinandersetzungen und über zu erwartende Kostenrisiken durch uns aufgeklärt. Sobald eine rechtliche Beratung zu einem individuellen Rechtsproblem erfolgt, ist diese auch kostenpflichtig. Wir setzen hier durch unsere Kanzlei in Nürnberg im Rahmen eines persönlichen Erstberatungsgesprächs für Privatpersonen eine Pauschale von bis zu 190,00 EUR zzgl. MwSt. an.

Ja, wenn Sie bei Ihrem Arbeitgeber ein Arbeitszeugnis eingefordert haben, es aber nach einer üblichen Bearbeitungszeit von zwei bis drei Wochen noch nicht erhalten haben, können Sie Ihr Arbeitszeugnis einklagen. Auch wenn Sie mit dem Inhalt des Arbeitszeugnisses nicht einverstanden sind, kann sich eine Klage lohnen. Sollte sich Ihr Arbeitgeber weigern, Ihnen ein Zeugnis auszustellen, kann auf die Fertigung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses auch geklagt werden. Hier ist ein Fachanwalt oder Anwalt für Arbeitsrecht gefragt. Sprechen Sie unsere Kanzlei darauf an, wir prüfen Ihren Fall gut.

Ihre Ansprechpartner in Sachen Arbeitsrecht

Wir sind als Experten für Arbeitsrecht bei arbeitsrechte.de gelistet.

Sie benötigen Beratung in anderen Rechtsthemen? Informieren Sie sich über unsere Tätigkeitsfelder als Rechtsanwalt in Nürnberg.