Berufung und Revision

Berufung und Revision

Ist das Urteil in einem Prozess verkündet, stehen die Rechtsmittel der Berufung oder Revision zur Verfügung. 

Lassen Sie sich beraten, ob Sie Berufung oder Revision einlegen können.

In der Presse fälschlicherweise oft synonym genannt, sind die Rechtsmittel Berufung und Revision deutlich voneinander zu unterscheiden. Beide Rechtsmittel stehen Ihnen im Falle einer Verurteilung zur Verfügung, wenn Sie mit dem Urteil nicht einverstanden sind bzw. dieses nach Ihrer Auffassung fehlerhaft ist. Fakt ist: egal welches der Rechtsmittel Sie einlegen wollen (oder alternativ beide), spätestens jetzt sollten Sie die Konsultierung eines im Strafrecht erfahrenen Fachanwalts in Erwägung ziehen. 

Berufung
Hat die Verhandlung vor einem Amtsgericht stattgefunden, wird in der Regel zunächst zum Rechtsmittel der Berufung geraten. Wird dieses fristgerecht eingelegt, wird der Sachverhalt noch einmal vor einem höherrangigen Gericht, hier sodann dem Landgericht, verhandelt. Es werden die gleichen Zeugen vernommen und der Verurteilte bekommt erneut Gelegenheit, sich zur Sache zu äußern. Es erfolgt demnach eine wiederholte Überprüfung des Sachverhaltes. 

Revision
Wurde bereits die erste Verhandlung vor dem Landgericht geführt oder wurde im Berufungsverfahren eine Verurteilung ausgesprochen, kann zum Rechtsmittel der Revision geraten werden. In diesem Fall prüft das Gericht nicht, wie in der Berufung, die komplette Beweisaufnahme erneut, sondern konzentriert sich ausschließlich auf die Frage, ob das vorherige Gericht formelle und/oder rechtliche Fehler begangen hat, sich also nicht an Verfahrens- oder Auslegungsregeln gehalten hat.

Eine Revisionsschrift auszuarbeiten ist juristisch enorm anspruchsvoll und erfordert umfassende Kenntnisse des Strafrechts. Die Revisionsbegründung muss zudem zwingend von einem Rechtsanwalt unterzeichnet werden. 

Zögern Sie nicht, sich frühzeitig juristischen Rat zu holen, wenn Sie strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Unsere Fachanwälte für Strafrecht unterstützen Sie diskret und gewissenhaft. 

Ausgangssituationen nach Urteilsverkündung.

  • Ist gegenüber Ihrer Person bereits ein strafrechtliches Urteil ergangen?
  • Sind Sie mit dem Urteilsspruch nicht einverstanden?
  • Sind Sie sich unsicher, ob die Einlegung eines Rechtsmittels gegen das Urteil erfolgversprechend ist?
  • Ist gegen ein zu Ihren Gunsten ergangenes Urteil seitens der Staatsanwaltschaft Berufung oder Revision eingelegt worden?

So helfen wir Ihnen.

Ablauf und Betreuung

  • Erstberatung mit Absprache des weiteren Verhaltens Ihrer Person im Rahmen des laufenden Ermittlungsverfahrens
  • Akteneinsicht (ist nur durch den Rechtsanwalt möglich! Sie selbst haben nach aktueller Rechtslage kein Recht zur Akteneinsicht!)
  • Eingehende Beratungsphase nach Akteneinsicht mit Festlegung der Zielsetzungen
  • Erörterung der Erfolgsaussichten eines Rechtsmittels
  • Einlegen des Rechtsmittels
  • Begründung des Rechtsmittels

Ziele und Erfolgsaussichten

  • Verhinderung der Rechtskraft eines nachteiligen Urteils
  • Berufungs- oder Revisionsurteil zu Ihren Gunsten
  • Zurückweisung des Rechtsmittels der Staatsanwaltschaft im Falle eines vorinstanzlichen Urteils zu Ihren Gunsten

Zeitlicher Aufwand und Verfahrensdauer

  • Im Strafrecht ist das Rechtsmittel grundsätzlich binnen einer Woche nach Verkündung des vorinstanzlichen Urteils einzulegen - eine Begründung kann jedoch später erfolgen
  • Gegebenenfalls Akteneinsicht zum vorinstanzlichen Verfahren innerhalb weniger Tage nach Beantragung
  • Beratung über die Erfolgsaussichten in der Regel binnen weiterer weniger Tage nach erfolgter Akteneinsicht
  • Die Dauer des Rechtsmittelverfahrens gegebenenfalls mit Hauptverhandlung wird maßgeblich von den Strafgerichten bestimmt

Kosten und Gebühren

  • Kosten für die Erstberatung für Verbraucher sind begrenzt auf 190,00 EUR zzgl. Mehrwertsteuer. Im Gespräch werden etwaige weitere Honorare für weitere Tätigkeiten aufgezeigt und erläutert.
  • in der Regel Honorarvereinbarung für die einzelnen Verfahrensabschnitte, insbesondere in Fällen, deren Umfang, Schwierigkeitsgrad und die überragende Bedeutung für den Betroffenen einen aufwändigeren Einsatz des Rechtsanwalts erfordern
  • Grundsätzlich Erstattung aller in den Vorinstanzen entstandenen Kosten durch die Staatskasse bei Erfolg des Rechtsmittels

Ihre Ansprechpartner in Sachen Strafrecht