Verbraucherkreditrecht

Verbraucherkreditrecht

Wir vertreten private Mandanten in allen Fragen des Kreditrechtes. Bürgschaften, Widerruf von Kreditverträgen und Bearbeitungsgebühren sind dabei nur einige unserer Tätigkeitsfelder.

Als Kreditnehmer können Sie sich gegen unzulässige Gebühren oder Zinsen wehren.

Der Abschluss von Krediten ist für Banken nach wie vor eines der wichtigsten Kerngeschäfte. Alleine im Jahr 2017 wurden in Deutschland ca. 8 Millionen neue Kreditverträge geschlossen – Tendenz steigend. Ob für ein Auto, die Wunschimmobilie oder eine andere Anschaffung: kaum einer kommt in seinem Leben ohne Inanspruchnahme eines Darlehens aus. Doch nicht immer werden Kredit- und Darlehensverträge rechtsfehlerfrei abgeschlossen – immer wieder beschäftigen fehlerhafte oder unwirksame Verträge die Gerichte. 

Wir vertreten private Mandanten im weiten Feld des Kreditrechts und prüfen beispielsweise, ob Ihre Sparkasse oder Bank unzulässige Bearbeitungsgebühren oder Kreditzinsen berechnet hat. In diesem Fall können Kunden auch noch Jahre später rechtlich dagegen vorgehen. 

Zusätzliche Sicherheit für die Bank: die Grundschuld.

Bei der sogenannten Grundschuld handelt es sich um ein Mittel der Kreditsicherung. Möchte jemand eine Immobilie oder ein Grundstück kaufen oder ein Haus erbauen, benötigt er in der Regel eine höhere Kreditsumme, welche ihm die Bank jedoch nur bei entsprechender Sicherheit zur Verfügung stellt. Mit der Grundschuld wird das Grundstück zusätzlich als Sicherheit (neben der persönlichen Haftung am Vermögen des Kreditnehmers) angeboten. 

Im Gegensatz zur Hypothek kann eine Grundschuld auch nach Erfüllung der abgesicherten Schuld weiterbestehen. Nach Zurückzahlung des Darlehens, für dessen Sicherung die Grundschuld ins Grundbuch eingetragen wurde, hat der Kreditnehmer einen Anspruch auf Löschung der Grundschuld – dies stellt eine Nebenpflicht des Kreditvertrages dar und die Bank oder Sparkasse darf hierfür keine gesonderten Gebühren erheben. 

Wir beraten Sie zu allen Fragestellungen des Kreditrechts sowie zu Grundschuld, Hypotheken und weiteren Aspekten der Darlehens- oder Kreditgestaltung. 

Bürgschaft birgt große Risiken.

Auch das Thema der Bürgschaft rund um Kreditverträge wirft regelmäßig Fragen und Rechtsstreitigkeiten auf. Der Sinn und Zweck einer Bürgschaft liegt darin, dem Kreditgeber eine zusätzliche Sicherheit im Falle des Zahlungsausfalls des Kreditnehmers zu geben. Eine Bürgschaft ist demnach die Verpflichtung eines Bürgen, für die Erfüllung der Verbindlichkeit eines Dritten gegenüber dem Gläubiger einzustehen. 

Bürgen werden oftmals in der Familie und im Freundeskreis gesucht und begeben sich einem nicht zu vernachlässigenden Risiko. Im schlimmsten Fall muss der Bürge tatsächlich für die gesamte Forderung des Gläubigers aufkommen, da dieser sich vertraglich verpflichtet hat, die Schuld des Schuldners zu begleichen. Dabei haftet er mit seinem gesamten Vermögen. 

Im Bereich von Bürgschaften bei denen der Bürge solche auf Basis von familiären Drucksituationen abschließt und beispielhaft selbst kaum Einkommen hat, um derartige Verpflichtungen jemals erfüllen zu können, sind diese häufig unwirksam oder anfechtbar, soweit der Bürge dann wirklich in Anspruch genommen wird.

Bei einer Inanspruchnahme durch die Bank geht es schnell um die wirtschaftliche Existenz. Wir beraten Sie in diesem – auch emotional herausfordernden – Thema. 

Widerruf von Kreditverträgen: auch bei Ihnen möglich?

Die Rechtsprechung des EuGH und der BGH hat sich in den letzten Jahren zugunsten des Verbrauchers entwickelt: Hier wurde der Grundsatz aufgestellt, dass falls ein Verbraucher nachweislich nicht oder nicht ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt worden ist, er dieses auch unabhängig von einer zeitlichen Befristung später noch ausüben können muss.  Betroffen waren schwepunktmäßig Immobilienkreditverträge im Zeitraum von 2002 bis 2010. Das sog. "ewige Widerrufsrecht" wurde vom Gesetzgeber für diese Verträge rückwirkend beschränkt. 

Eine Prüfung, ob dies auch bei Ihren Kredit- oder Darlehensverträgen noch möglich ist, kann im Hinblick aufgrund der günstigen Zinsentwicklung zu Ihren Gunsten lohnenswert sein.

Bei vielen Darlehensverträgen besteht die Möglichkeit, den Darlehensvertrag zu widerrufen, ohne dass die Kreditinstitute eine Vorfälligkeits- oder Nichtabnahmeentschädigung verlangen können, sodass bei einer Umschuldung Ersparnisse von hohen fünfstelligen Eurobeträgen durchaus möglich sind. Unter bestimmten Umständen können Sie auch eine bereits geleistete Vorfälligkeitsentschädigung noch zurückfordern. Hier ist aber die eingehende Prüfung des Sachverhalts durch einen Rechtsanwalt zwingend erforderlich.

Ihre Ansprechpartner in Sachen Bank- und Kapitalmarktrecht